Weihnachts LKW Nr. 2 in 2008 (eigentlich schon 2009)- Slowakei
06.01. - 09.01.2009

Nach ein paar erholsamen Tagen zu Hause machte sich am 06.01.2009 der zweite Weihnachts LKW, gelenkt von Richard Hawlitschek und begleitet von seiner Frau Manuela, schon wieder auf den Weg in Richtung Osten. Das Begleitfahrzeug mit den Vereinsmitgliedern Martina u. Roland Ocker, sowie Anton und Jessica Hawlitschek folgte am nächsten Morgen um 4 Uhr. Unsere erste Station auf dieser Fahrt war das Krisenzentrum "Würdiges Leben" in Lucenec. Dieses Zentrum besteht aus einem Frauenhaus , einem Krisenhaus für Erwachsene und einer Notunterkunft. Zur Zeit leben dort 17 Kinder mit ihren Familien/Müttern. Von diesem Zentrum werden auch die Spenden an die notleidenden Familien in Lucenec verteilt. Schon nach einem kurzen Aufenthalt ging es weiter nach Kosice in die SÚKROMNÁ ZÁKLADNÁ ŠKOLA in Košice. Der LKW musste noch am Abend entladen werden damit am nächsten Morgen der normale Schulbetrieb ungestört beginnen konnte. Viele der Kinder kamen ohne Jacke und in leichten Sommerschuhen durch den Schnee in die Schule. Traurig stellten wir auch fest, wieviele der Kinder von der Armut und Mangelversorgung gezeichnet sind. In der Schule bekommen die Kinder oft die einzige warme Mahlzeit am Tag und sie werden auch mit warmer Kleidung versorgt. Wir besuchten jede Klasse und verteilten dort die mitgebrachten Geschenke und Schokonikoläuse. Die Kinder sangen und tanzten für uns und die Freude über unseren Besuch war ihnen ins Gesicht geschrieben. Leider waren viele der Kinder krank aber auch sie werden ihre Geschenke von der Direktorin bekommen wenn sie wieder in die Schule kommen. Die Direktorin der Schule wird die Sachspenden an die Familien die ihre Kinder in die Schule schicken auch dieses Jahr wieder gerecht verteilen.
Schon ging die Reise weiter nach Stara Lubovna. Eine schöne Stadt am Fuße der hohen Tatra die leider, wie so oft in der Slowakei, zwei Gesichter hat. Das eine ist ein wunderschöner historischer Stadtkern und das andere die Barrackensiedlungen der Romas. Auch wenn wir dieses Elend auf unseren Reisen schon oft gesehen haben so kostet es uns immer wieder unendliche Kraft es zu verarbeiten. Die Behausungen der Menschen dort sind schlicht und ergreifend menschenunwürdig und es dürfte eigentlich nicht passieren dass Kinder unter solchen Bedingungen leben müssen. Ohne fließend Wasser, ohne Kanalisation in wahllos zusammengenagelten Bretterhütten bei -17°C und weniger. Nach dem ein Feuer das am 13.12.08 einen Großteil der Siedlung zerstört hat wurde den Menschen innerhalb kurzer Zeit eine Notbehausung von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Menschen die ihr "Zuhause" durch den Brand verloren haben "wohnen" teilweise zu acht in den ca. 4x3m gartenhausähnlichen Hütten. Als wir ankamen sprangen uns natürlich gleich wieder ein paar Kinder entgegen die wie immer nur leicht bekleidet waren. Wir suchten als erstes nach einem Karton mit der geeigneten Größe (hier ein großes Dankeschön für die tolle Beschriftung) und steckten die Kinder in warme Jacken und Mützen. Die Freude über unser Erscheinen war so groß, dass die Gemeinde sogar den lokalen Fernsehsender bestellte um unsere Aktion zu filmen. Unsere letzte Station war das Bezirksamt Kezmarok. Hier kümmert sich eine Sozialarbeiterin in ihrer Freizeit mit großem Engagement um Familien in Not.

Müde und erschöpft aber mit viel Freude im Herzen kehrten wir am 09.01.2009 wieder zurück nach Leipheim.

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© Initiative Kinderlachen Mittel-und Osteuropa e.V.