Weihnachts LKW Nr. 1 in 2008 - Rumänien
26.12. - 31.12.2008

2. Weihnachtsfeiertag 10:00 Uhr - die letzten Vorbereitungen im Hof der AL Luible Spedition werden erledigt und der LKW startet in Richtung Rumänien. An Bord sind Richard Hawlitschek, Geschäftsführer der AL Luible Spedition und Dominik Hawlitschek, die zusammen mit Robert Alzner in ihrer Freizeit den LKW sicher nach Rumänien bringen werden. Um 13 Uhr startet auch das Begleitfahrzeug mit 5 Mitgliedern der Initiative Kinderlachen Mittel- und Osteuropa e.V. Hinter Wien treffen die beiden Fahrzeuge aufeinander und setzen die 26 stündige Fahrt gemeinsam fort. Über Österreich und Ungarn geht es ins transilvanische Toplita, welches in inmitten der rumänischen Ostkarpaten liegt. Dass die Region Harghita auch die Kältekammer Europas genannt wird spüren wir gleich nach dem Aussteigen, denn die Temperatur liegt bei bitteren -18°C. Nach einer kurzen Nacht fahren wir zum Heim für behinderte Kinder in Toplita. Nach dem Entladen der Spenden und einer kleinen Stärkung mit Tee, Kaffee und Gebäck fahren wir weiter in Richtung Agarbiciu. Auf dem Weg kommen uns an einem Bahnübergang einige Bettelkinder entgegengelaufen. Leider waren alle Geschenke auf dem LKW und wir konnten den Kindern nur unseren eigenen Proviant geben. In Agarbicui wurden wir vom Bürgermeister sehr nett empfangen. Die Frau des Heimleiters ist Deutsche und sie erzählte uns einiges über das Kinderheim in dem Jungs im Alter von 6 bis 18 Jahren leben. Sie erzählte uns, dass die Hilfstransporte seit dem Beitritt in die EU leider weniger geworden sind und sie sich sehr freuen dass wir zu ihnen gekommen sind. Nachdem wir den Lagerraum des Kinderheims vollgestellt hatten ging es weiter nach Sibiu. Dort war unsere erste Unterkunft. Schon früh am nächsten Morgen mussten wir weiter damit wir unseren Zeitplan einhalten können. Die nächste Station sollte eigentlich ein Mutter-Kind Heim in Cisnadie sein, jedoch war die Zufahrt zu dem Heim, das auf einer über einen Feldweg erreichbaren Anhöhe liegt, unmöglich mit dem LKW zu passieren. Nach Rücksprache mit dem Heimleiter entschlossen wir uns kurzer Hand die Spenden für das Mutter-Kind Heim im Kinderheim Sibiu abzuladen, wo sie dann mit einem kleineren Fahrzeug abgeholt werden konnten. Auch die Mitarbeiterinnen des Kinderheims in Sibiu freuten sich sehr über unseren Besuch. Hier leben 34 Kinder im Alter von 3 bis 18 Jahren. Wir hatten viele kleinere und größere Helfer mit deren Hilfe die Spenden innerhalb kürzester Zeit im Kinderheim verschwanden. Nach getaner Arbeit bekam jedes Kind aus dem Heim ein Geschenk überreicht. Wenn wir in die leuchtenden Augen der Kinder sehen, dann wird uns immer wieder auf's Neue bewusst dass sich jede einzelne Minute unserer Arbeit und jede Anstrengung gelohnt hat. Die Zeit ist leider immer zu knapp, denn in Turnu Rosu wurden wir schon sehnsüchtig von den Mädchen und Buben des Kinderheims erwartet. Als uns die Kinder entdeckten sprangen sie in die Luft vor Freude. Es ist sehr schwer diese Freude in Worte zu fassen.......... Alle Kinder halfen auch hier die Spenden abzuladen und verstauten sie in den Lagerräumen des Kinderheims. Lebensmittel sind immer gern gesehene Spenden, denn manchmal wird der Zuschuss vom Staat sehr knapp gehalten und die Heimleitung muss mit den Ressourcen gut wirtschaften damit es den Kinder so gut wie möglich geht. Wir durften auch hier die bescheidene Unterkunft der Kinder besichtigen. Es ist schön zu sehen, dass die Heimleitung trotz knapper Mittel versucht es den Kindern so gemütlich wie möglich zu machen damit sie auch in der Institution ein Stückchen heimische Wärme spüren dürfen. Nachdem wir auch hier an jedes Kind ein Geschenk verteilt hatten sangen uns die Kinder im Speisesaal noch ein paar schöne rumänische Lieder vor. Dies war wieder einer der Momente auf unserer Reise in dem manche(r) von uns mit der ein oder anderen Träne kämpfen musste. Nach dem herzlichen Abschied fuhren wir weiter in das kleine Bergdorf Cartisoara. Entlang der Dorfstraße konnten wir die Menschenmenge vor der Dorfschule erkennen die uns schon erwartete. Hier bekamen zuerst alle Kindergartenkinder ein Geschenk überreicht, denn sie warteten schon seit über einer Stunde auf unsere Ankunft. Alle anderen Spenden stellten wir in ein Klassenzimmer. Am 05. Jan. wenn die Schule wieder beginnt, bekommen dann auch die Schulkinder ihre Geschenke und die Sachspenden werden vom Bürgermeister, der die Bedürfnisse jeder einzelnen Familie im Dorf kennt, verteilt. Am Abend wurden wir in unserer Unterkunft herzlich empfangen und mit rumänischer Hausmannskost verwöhnt.

Schon am nächsten Morgen hieß es wieder Abschied nehmen, denn wir hatten noch eine 20stündige Fahrt vor uns damit wir Silvester mit unseren Familien in Deutschland verbringen können.

Schon am Freitag Nachmittag verladen wir den 2. LKW, der am 07.01.09 in die Ostslowakei fährt. Hier bringen wir die Spenden in ein Frauenhaus in Lucenec, die Roma Schule in Kosice (von dort werden die Spenden an die Armensiedlung Lunik IX verteilt) und in die Gemeinde Stara Lubovna, in der die Roma Siedlung komplett niedergebrannt ist und die Menschen nur noch das besitzen was sie bei der Flucht aus den brennenden Häusern am Leib getragen haben.
Sobald wir zurück sind können Sie auch den Reisebericht aus der Slowakei hier finden.

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© Initiative Kinderlachen Mittel-und Osteuropa e.V.